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Schilddrüsenpraxis Josefstadt

Blutwerte für die Schilddrüsenuntersuchung

TSH und die Schilddrüsenhormone sowie die Schilddrüsen-Antikörper sind die wichtigsten Schilddrüsenblutwerte. Je nach Bedarf untersuchen wir auch verschiedene andere Laborwerte, die für die Beurteilung einer Schilddrüsenerkrankung wichtig sind.

TSH und die Schilddrüsenhormone

Nach der Blutabnahme in der Schilddrüsenpraxis werden die Blutwerte im Labor bestimmt. TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) ist der empfindlichste Parameter für die Schilddrüsenfunktion. TSH reguliert die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone ins Blut. Bei einer Unterfunktion ist als erstes Zeichen der TSH-Wert erhöht, bei einer Überfunktion hingegen vermindert.
Die Schilddrüse bildet die Hormone T4 (Thyroxin, Tetrajodthyronin) und T3 (Trijodthyronin) und gibt sie ans Blut ab. Verschiedene Organe wandeln T4 in das stoffwechselaktive Hormon T3 um. T3 kommt im Blut in wesentlich geringerer Konzentration vor als T4.
T3 und T4 sind im Blut großteils an Eiweißkörper gebunden. Die Eiweißkonzentration im Blut kann aber schwanken, daher werden bei uns die ungebundenen Schilddrüsenhormone fT4 (freies T4) und fT3 (freies T3) bestimmt, anhand derer die Schilddrüsenfunktion zuverlässig beurteilt werden kann.

Blut wird aus einer Armvene entnommenDurch eine Blutabnahme wird die Schilddrüsenfunktion bestimmt

Keine Einnahme von Schilddrüsenhormon am Untersuchungstag

Schilddrüsenhormontabletten bestehen zu einem großen Teil aus T4. Am Tag der Untersuchung sollten Sie kein Schilddrüsenhormon einnehmen, weil dadurch der fT4-Wert im Blut fälschlicherweise erhöht sein kann.
Für die Bestimmung der Schilddrüsen-Blutwerte müssen Sie nicht nüchtern sein.

Blutabnahme bei einem jungen MannAuch bei Jugendlichen wird die Schilddrüsenfunktion durch eine Blutabnahme ermittelt

Schilddrüsen-Antikörper

Bei einer Autoimmunerkrankung wie Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis bildet der Körper irrtümlich Antikörper (Abwehrstoffe) gegen das eigene Schilddrüsengewebe. Die Bestimmung der Schilddrüsen-Antikörper ist für die korrekte Diagnosestellung oft wichtig.
Bei Morbus Basedow sind typischerweise die Antikörper gegen den TSH-Rezeptor an der Schilddrüsenzelle (TRAK) erhöht, dieser Wert spielt auch eine Rolle bei den Verlaufskontrollen.
Bei der chronischen Immunthyreoiditis Hashimoto steigen die Antikörper gegen das Enzym Thyreoperoxidase (TPO-AK) und gegen Thyreoglobulin (Tg-AK) häufig sehr hoch an. Solche erhöhten Antikörper allein gehen übrigens nicht zwingend mit einer Schilddrüsenfunktionsstörung oder Symptomen einher. Geringgradig erhöhte Tg- und TPO-Antikörper treten auch bei Gesunden auf.

TRH-Test

Ein TRH-Test ist heute nur mehr in einzelnen speziellen Situationen notwendig. Dabei wird durch die Substanz TRH die Hirnanhangdrüse (deren Aufgabe es ist, TSH auszuschütten) stimuliert.

In einer ersten Blutabnahme wird der TSH-Wert vor Stimulation ermittelt. Dann wird TRH in eine Armvene injiziert. Ungefähr 20 Minuten später wird nochmals Blut abgenommen und der TSH-Wert aus dieser zweiten Blutabnahme bestimmt. So sieht man, ob der TSH-Wert so ansteigt, wie es durch die Verabreichung von TRH zu erwarten ist.

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