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Schilddrüsenpraxis Josefstadt

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Bei einer Überfunktion ist zuviel Schilddrüsenhormon im Blut.

Symptome und Folgen der Schilddrüsenüberfunktion

Bei einer Überfunktion arbeitet der Stoffwechsel auf Hochtouren. Die Gewichtsabnahme und die gesteigerte Aktivität werden anfangs oft als angenehm empfunden. Später stehen allerdings unangenehme Beschwerden im Vordergrund, die oftmals sehr ausgeprägt sein können.
Durch den gesteigerten Stoffwechsel wird man zunehmend nervös und überaktiv, die innere Unruhe wird immer stärker. Die Hände zittern. Manche Betroffenen schwitzen ausgesprochen stark und vertragen keine Hitze. Der schnelle Herzschlag beeinträchtigt die körperliche Aktivität und führt in der Nacht zu Schlafstörungen.
Die emotionale Verletzlichkeit nimmt zu. Zyklusstörungen treten auf, die Fruchtbarkeit ist herabgesetzt, manchmal kommt es auch zu Durchfällen. Der zunehmende Gewichtsverlust macht vor allem älteren Patienten Angst.
Das Herz-Kreislauf-System wird geschädigt und das Osteoporose-Risiko steigt.

Graphik mit den Symptomen einer HyperthyreoseEine Überfunktion kann verschiedenste Beschwerden hervorrufen

Diagnose der Schilddrüsenüberfunktion

Für die Beurteilung der Schilddrüsenfunktion ist zunächst die Höhe des TSH und der freien Schilddrüsenhormone im Blut (fT3, fT4) wichtig. TSH wird von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet und veranlasst die Produktion und Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen.
Bei einer Überfunktion ist der Spiegel an Schilddrüsenhormon im Blut erhöht. Der Körper versucht gegenzusteuern, indem er die TSH-Ausschüttung stoppt. Bei der subklinischen Schilddrüsenüberfunktion (subklinische oder latente Hyperthyreose) sind die freien Hormone noch im Normbereich und nur das TSH wird vermindert ausgeschüttet (die Hirnanhangsdrüse versucht die Schilddrüse zu bremsen), bei der manifesten Überfunktion (manifeste Hyperthyreose) sind auch die freien Schilddrüsenhormone im Blut erhöht: anfangs nur das freie T3, später auch das freie T4.
Um die Ursache der Überfunktion herauszufinden, werden meist noch weiterführende Untersuchungen gemacht (Bestimmung von weiteren Blutwerten, klinische Untersuchung, Ultraschall, Szintigrafie, …). Nur so kann die zugrundeliegende Erkrankung diagnostiziert werden und einer entsprechenden Behandlung zugeführt werden.

Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion

Einer Schilddrüsenüberfunktion können verschiedene Krankheiten zugrunde liegen, die ganz unterschiedlich behandelt werden müssen: Beim Morbus Basedow produziert das Immunsystem irrtümlich Antikörper, die die Ausschüttung von Schilddrüsenhormon stimulieren. Funktionell autonome Knoten ("heiße Knoten") produzieren unabhängig vom Regelkreis zuviel Schilddrüsenhormon.
Zerfallendes Schilddrüsengewebe im Rahmen einer Entzündung kann zu einer (allerdings nur passageren) Überfunktion führen. Auch wenn Schilddrüsenhormontabletten absichtlich oder unabsichtlich überdosiert werden, kommt es zu einer Überfunktion.
Zusätzlich dazu gibt es auch noch andere seltenere Erkrankungen, die ebenfalls zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen können.

Ein heißer Knoten in der SchilddrüsenszintigrafieDer heiße Knoten im rechten Schilddrüsenlappen verursacht bei dieser Patientin die Schilddrüsenüberfunktion

Therapie der Schilddrüsenüberfunktion

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Manchmal kann man (vorübergehend) mit Medikamenten  behandeln, manchmal sind eine Operation  oder eine Radiojodtherapie notwendig. Manchmal reicht es auch, abzuwarten und die Schilddrüse in gewissen Abständen zu kontrollieren.

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