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Schilddrüse und
Schwangerschaft:
Während der Schwangerschft
sollte man besonderes Augenmerk auf die Schilddrüse
legen: Schilddrüsenerkrankungen können neu
auftreten, und bekannte Schilddrüsenerkrankungen
müssen öfter kontrolliert werden. Wenn Sie
Schilddrüsenhormon einnehmen, so dürfen Sie
dieses keinesfalls nach Eintreten einer Schwangerschaft
absetzen, sondern müssen diese Tabletten weiter
einnehmen.
Die Schilddrüse kann auch
eine der Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch
sein: Sowohl eine Überfunktion als auch eine Unterfunktion
kann Zyklusstörungen bis zum vollen Ausbleiben
der Regelblutung hervorrufen.
Die Fruchtbarkeit ist dann verringert
bis völlig aufgehoben. Kommt es trotzdem zur Empfängnis,
führt insbesondere eine Überfunktion in den
ersten Monaten häufig zu einem Abort (Abgehen der
Schwangerschaft).
Oft finden sich bei Kinderwunsch-Patientinnen
auch nur ganz diskret ausgeprägte Schilddrüsenfunktionsstörungen.
Hier ist der sogenannte "TRH-Test" hilfreich,
bei dem die Hirnanhangdrüse durch eine Injektion
in die Armvene stimuliert wird. Anschließend wird
die Reaktion der Hirnanhangdrüse auf diese Stimulation
durch eine neuerliche Blutabnahme gemessen.
Solche nur ganz diskreten Funktionsstörungen,
die normalerweise noch keine Behandlung erfordern, können
ebenfalls eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch
sein. Wenn in diesen speziellen Fällen eine Behandlung
mit Schilddrüsenhormon eingeleitet wird, kommt
es bei einem Teil der Patientinnen mit unerfülltem
Kinderwunsch zum Eintreten einer Schwangerschaft.
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